Theatergruppe Niklashausen
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Wie alles begann ...

 

Vom Spätjahr 1979 bis zum Frühjahr 1980 besuchte uns einige Male ein Fernsehteam des Westdeutschen Rundfunks. Das Team wollte eine Dokumentation über den Pfeiferhannes in unserem schönen Ort Niklashausen drehen. Dies wurde zum Anlass genommen, um ein Theaterstück im Gasthaus „Zum Hirschen“ aufzuführen. Es handelte sich um die Originalversion des Stückes „Der kurze Sommer des Hans Beheim“ geschrieben von Hans-Dieter Schmidt. Der Arbeitergesangverein Niklashausen unterstützte dieses Vorhaben und suchte geeignete Laienspieler, welche sich auch rasch fanden. Auch der WDR war begeistert und filmte erste Probelesungen sowie kleine Szenen auf der Bühne im „Hirschensaal“. Doch bald musste man feststellen, dass dieses Vorhaben auf Grund der vielen Darsteller und des riesigen Aufwandes auf der kleinen Bühne nicht durchzuführen war. Es war daher nicht zu vermeiden dieses Vorhaben leider wieder abzusagen.

Die Laienspieler waren über diese Entscheidung natürlich sehr enttäuscht. Doch dann hatte Walter Dahner die faszinierende Idee: „Dann spielen wir halt unser eigenes Theater!“ Gesagt, getan. Der Arbeitergesangverein übernahm daraufhin die Schirmherrschaft und das Unternehmen Laien-spielgruppe Niklashausen konnte beginnen. Es wurde das Stück „Ehestand und Wehestand oder Die drei Unglücklichen“ vom Theaterverlag Franz Rieder aus Wemding ausgesucht. Walter Dahner kannte dieses Stück, da es kurze Zeit zuvor auch in Waldenhausen aufgeführt wurde. So waren die Spieler schnell gefunden und die Proben konnten beginnen.

Die weiblichen Rollen wurden von Marion Lemkis, Ute Kritzler und Heidrun Schörk übernommen. Die männlichen Darsteller waren Walter Dahner, Karl Englert, Elmar Segner und Willi Weimer. Für Souffleuse und für die Maske waren Gerda Künzig und Karin Flegler zuständig.

Mit den Proben Anfang Oktober 1980 begann dann auch der Bühnenbau, wofür man Karl-Heinz Lemkis begeistern konnte. Unter Mithilfe der Spieler entstand auf der Theaterbühne im Gasthaus „Zum Hirschen“ eine Kulisse, die heute noch im Originalzustand besteht. Dies zeugt von hervorragender Fachkenntnis und Qualität, die Karl-Heinz Lemkis damals mit viel Begeisterung meisterte.

Da waren sie nun, die Bretter welche die Welt bedeuten. Nach unzähligen Proben die auch manchmal bis spät in die Nacht mit kleinen Sitzungen und einem feuchtfröhlichen Umtrunk endeten, war es dann am 10. Januar 1981 mit der Premiere soweit. Das Stück begann mit dem Satz: „Ich heiße August Wacker...“. Nach zwei ausverkauften Vorstellungen musste noch eine Zusatzvorstellung gegeben werden. Dies war der Beginn der Laienspielgruppe Niklashausen, die 2005 ihr 25-jähriges Jubiläum feierte.